Projekt RoMigSc.

RoMigSc – 2016 – 2709 / 001 – 001

Projekttitel: Inklusion von Roma und Migranten in Schulen: Lernen – Diskutieren – Engagieren (RoMigSc)

Projektnummer: 580228-EPP-1-2016-1-SI-EPPKA3-IPI-SOC-IN

Vereinbarungsnummer: 2016 – 2709 / 001 – 001

Programm: Erasmus, KA3

Schlüsselaktion: Soziale Eingliederung durch Bildung, Ausbildung und Jugend

Bildung ist entscheidend für eine erfolgreiche Integration. Obwohl Vielfalt eine Chance ist, Schulen integrationsfähiger, kreativer und offener zu gestalten, sind in vielen europäischen Ländern bei Roma Kindern und auch Migranten schlechtere Bildungsresultate festzustellen. In vielen Ländern erreichen Roma und einige Migrantengruppen nur mit Mühe das Pflichtschulniveau und steigen früh aus dem Bildungssystem aus, was zu einem höheren Risiko sozialer Ausgrenzung führt. Es ist zu untersuchen inwieweit eine zu geringe Integrationsfähigkeit der Erziehungssysteme zu diesem Phänomen beiträgt. Eine mangelnde Integration verursacht langfristige nachteilige Auswirkungen auf die soziale Entwicklung und das Wirtschaftswachstum des Gastlandes. Das Hauptziel dieses Projektes ist es daher, eine bessere Integration von Roma und Migrantenkindern durch verschiedene Aktivitäten zu unterstützen. Insbesondere soll das Engagement von Jugendlichen in Freiwilligenarbeit gefördert werden. Freiwilligenarbeit spielt bei der sozialen Integration Jugendlicher aus nationalen Minderheiten wie Roma, aber auch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine bedeutende Rolle. Es erlaubt ihnen, sich als Bürgerinnen und Bürger zu engagieren und Erfahrungen zu sammeln, die ihre Beschäftigungsmöglichkeiten verbessern können. Allerdings muss die Freiwilligentätigkeit als eine Form des nichtformalen Lernens besser anerkannt und ggf. z.B. auch als Studienleistung gewertet werden.

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Projektziele.

5 Hauptziele

zu erreichen

3 Jahre

Dauer des Projekts

  • Zu einer integrativen und demokratischen Lernumgebung beitragen;
  • Beteiligung von Jugendlichen, Entwicklung von Methoden um mehr Jugendliche in Freiwilligenarbeit zu integrieren;
  • Bekämpfung jeder Form von Diskriminierung und Segregation im Bildungswesen;
  • Förderung des gegenseitigen Verständnisses und Respekts unter den Menschen;
  • Verbesserung der Qualität von nicht-formalen Lernaktivitäten und der Praxis der Jugend- und Freiwilligenarbeit.

1. Das Projekt trägt


u.a. durch die Einrichtung einer E-Plattform mit Lernmöglichkeiten für Lehrer sowie durch Seminare in den Partnerländern dazu bei, eine partizipative Lernumgebung zu schaffen.

2. Die Förderung von Freiwilligentätigkeiten


richtet sich an junge Freiwillige im Alter von 18 bis 30 Jahren, insbesondere auch an Jugendliche aus den von Ausgrenzung bedrohten Gruppen. Die Beteiligung an Freiwilligenarbeit gibt ihnen die Möglichkeit Integration und Anerkennung zu erfahren. Aber auch junge Freiwillige aus der Mehrheitsbevölkerung, die mit Migranten- und Roma-Kindern arbeiten, erwerben wertvolle Fähigkeiten, die ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessern können.

3. Das Projekt wird besonders


auch zur interkulturellen Kompetenz von Lehrern beitragen. Sie werden angeregt diese interkulturelle Kompetenz auch an ihre Schüler weiterzugeben.

4. Respekt unter Menschen


unterschiedlicher ethnischer oder religiöser Herkunft, Glauben oder Überzeugungen, unter anderem durch die Behandlung von Stereotypen ist von größter Bedeutung. Die interkulturellen Kompetenzen von Lehrern und Schülern sind die Basis für den interkulturellen Dialog. Multikulturelle Klassen schaffen ein Klima, in dem sich verschiedene Kulturen in einem geschützten Rahmen auseinandersetzen können. Lehrer, die Vielfalt als Potenzial verstehen und als Ressource für das Lernen statt einer Last, können ein ähnliches Verständnis in ihren Schülern entwickeln.

5. Um die Qualität


der Freiwilligenarbeit zu gewährleisten, wird jeder Freiwillige eine Ausbildung in Bezug auf die allgemeinen Themen der Interkulturalität und eine zusätzliche Ausbildung im Zusammenhang mit der sozialen Verantwortung im Kontext der Freiwilligenarbeit durchlaufen.

Projektergebnisse.


  • Trainings für Lehrer;
  • Kostenlose E-Plattform zu interkulturellen Themen mit einer Reihe von wissenschaftlich begleiteten Lernmöglichkeiten für Lehrer, Kinder, Eltern, Freiwillige und alle anderen Bürger;
  • Schulung für die Freiwilligen, die mit Roma und Migrantenkindern zusammenarbeiten, um sie mit den spezifischen Kompetenzen für diese Arbeit auszustatten;
  • Junge Freiwillige werden Freiwilligentätigkeiten für Roma-Kinder und Migranten durchführen, um diese besser in die Schule und die örtlichen Gesellschaft einzubeziehen;
  • Seminare in den Partnerländern für verschiedene Stakeholder – politische Entscheidungsträger, Schulleiter, Akademiker / Forscher und die Behörden;
  • Eine internationale Konferenz in der Endphase des Projekts, um die Projektergebnisse zu verbreiten.

Angestrebte Wirkung.


  • Verbesserte interkulturelle Kompetenzen der Lehrkräfte und bessere Kenntnisse über die Strategien für die Arbeit mit Roma / Migrantenkinder;
  • Junge Freiwillige werden mit interkulturellen Kompetenzen für die Arbeit in multikulturellen Umgebungen sowie mit Wissen über soziale Verantwortung und Freiwilligenarbeit ausgestattet;
  • Freiwilligenarbeit wird als eine wichtige Form des nichtformalen Lernens anerkannt;
  • Roma / Migrantenkinder haben die Möglichkeit, von der Freiwilligenhilfe zu profitieren;
  • Vielfältige Materialien werden in einer E-Lernplattform zur Verfügung gestellt.
  • Die wichtigsten Fragen der Integration von Roma- und Migrantenkindern und der Bedeutung der Freiwilligenarbeit hierbei werden in Expertenseminaren in den Partnerländern analysiert;
  • Die politischen Entscheidungsträger haben bessere Informationen und Entscheidungsgrundlagen für die Entwicklung weiterer Politiken im Bereich der Integration von Roma- und Migrantenkindern in das Bildungssystem;
  • Die Ergebnisse des Projekts werden veröffentlicht, um zukünftige Forschungen anzuregen und Verbesserung politischer Rahmensetzungen anzuregen;
  • Die Projektpartner erwarten, dass das Projekt zu einer besseren Integration von Roma und Migrantenkindern auf EU-Ebene und darüber hinaus beitragen und gute Praktiken zwischen den Partnern verbreiten wird.

Ich möchte Freiwilliger sein!